Achtsamkeit
Achtsamkeit
Aus welchen Situationen lernen wir Menschen am meisten? Oft sind es gerade unsere Krisen, die uns dazu bringen, innezuhalten, neue Wege zu suchen und unser Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
2011 hatte ich einen schweren Schulterunfall. Damals stand für mich eine Operation im Raum. Ich entschied mich jedoch dafür, zunächst meinen eigenen Weg zur Genesung zu suchen.
Mein langjähriges Wissen über Muskeln, Knochen, Gelenke und das Nervensystem half mir dabei, meinen Körper besser zu verstehen und meinen Heilungsprozess bewusst zu unterstützen.
Die starken Schmerzen belasteten auch mein Nervensystem. Es dauerte fast zwei Jahre, bis ich wirklich schmerzfrei war.
Einen entscheidenden Wendepunkt erlebte ich schließlich in einer ganz besonderen Yogastunde.
Ihr Schwerpunkt war:
Achtsamkeit.
In dieser Stunde begann ich zu verstehen, welche Kraft darin liegen kann, den eigenen Körper nicht ständig verändern oder kontrollieren zu wollen, sondern ihn zunächst bewusst wahrzunehmen.
Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Heilung und auf Yoga nachhaltig verändert.
Achtsamkeit – mein Weg
Damals wusste ich noch nicht viel über Achtsamkeit. Eines erkannte ich für mich während dieser Yogastunde jedoch sehr schnell:
„Wenn mir etwas helfen kann, dann ist es das.“
Ich spürte, dass Achtsamkeit mir helfen konnte, mein Nervensystem zur Ruhe zu bringen und meinen eigenen Heilungsweg zu unterstützen.
Seit dieser Yogastunde begleitet mich die Praxis der Achtsamkeit. Ich meditiere, beobachte meinen Atem, lese, lerne und besuche Seminare und Retreats, die sich mit Achtsamkeit und Meditation beschäftigen.
Damals wie heute möchte ich von mir sagen:
Ich bin auf dem Weg.
Es gelingt mir nicht immer, achtsam zu sein. Aber ich übe – immer wieder. Manchmal geht es einen großen Schritt voran, manchmal auch einen kleinen zurück.
In meiner eigenen Yogapraxis und natürlich auch in meinen Yogakursen und Coachings ist Achtsamkeit deshalb zu einem wichtigen Baustein geworden.
„Beobachte Deinen Atem – das ist der Weg zum Glück.“
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem mittlerweile verstorbenen Zen-Meister Thich Nhat Hanh.
Im Sommer 2014 hatte ich die Gelegenheit und das große Glück, ihn persönlich erleben zu dürfen und an einem Retreat mit ihm in Waldbröl teilzunehmen. Diese Woche hat mich tief berührt, meinen weiteren Weg geprägt und bleibt für mich unvergessen.
Danke, Thich Nhat Hanh.
Om Shanti
Sat Chid Ananda
Dagmar Krishna Shakti



