Neubeginn am Nachmittag des Lebens
Vor vielen Jahren habe ich mir ein Lebensmotto gesetzt: Ich möchte mit 70 oder 80 in meinem Lehnstuhl sitzen und sagen können: „Ich habe in meinem Leben all das gemacht, was mir wichtig gewesen ist und was mir Freude bereitet hat.“
Einiges steht da noch auf meiner Agenda. Dazu mehr an anderer Stelle.
Von großer Bedeutung ist für mich, einen Menschen zu haben, dem ich wirklich alles erzählen kann. Ein guter Freund, eine gute Freundin. Menschen, die ein Ohr für mich haben, meine Seele verstehen und meine Ideen unterstützen. Ich brauche einen Menschen, dem ich mein tiefstes Inneres aus meinem Herzen anvertrauen kann und der mir dann einen Spiegel vorhält. Ich habe einen sehr guten Freund und eine sehr gute Freundin, diese beiden haben mir vor meiner großen „Lebensveränderung“ sehr zur Seite gestanden.
Ich erinnere mich an viele Gespräche, an gefühlte Endlosdiskussionen und an wunderbare Momente, wo ich mich einfach nur verstanden gefühlt habe. Es war sehr anstrengend, aber schön.
Auch habe ich einige mega große Schritte gewagt, vor denen ich im wahrsten Sinne des Wortes, vollkommen alleine stand. Auch das ist möglich. Sich jedoch mit seinem Lieblingsmenschen austauschen, das ist einfach schöner.
Wenn wir etwas verändern wollen, dann stellen sich im Kopf viele Fragen:
„Kann ich das wirklich tun?“ Oder sowas wie: „Das kann ich doch nicht machen!“ Oder: „Wie soll das denn gehen?“
Viele Menschen möchten sich verändern, doch in die Umsetzung kommen nur wenige. Ich höre oft so Sätze wie: „Wie soll ich denn mit 45 oder 50 noch einen neuen Job finden? Ich habe einen Pflegefall, wer soll denn die Arbeit übernehmen, ich kann gar nicht weniger machen? Nein, eine Haushaltshilfe, das geht ja gar nicht. Ein neues Hobby, woher soll ich denn die Zeit nehmen? Umziehen, ja, das wäre schön, aber wie soll ich das bezahlen? Nochmal neu beginnen, lohnt sich das denn noch? Wer soll sich um die Kinder kümmern? Ich würde gern abnehmen, mehr Sport machen, mit Yoga beginnen, Klavier spielen lernen, aber aber aber aber aber!!!!!!!“
Warum kommen solche Fragen? Warum machen es die einen, und die anderen nicht?
Unser Umfeld prägt uns. Unsere Familie, unsere Freunde, unsere Vorbilder, unsere Nachbarn, unsere Lehrer, unsere Arbeitskollegen, all die Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben, prägen unser Leben. Leider manchmal mehr als uns gut tut. Und nur wenige von diesen Menschen möchten, dass es einen aus der Familie oder Clique gibt, der total aus der Reihe tanzt. Tief im Herzen finden die meisten das zwar gut, und sie würden ihr Leben auch gern interessanter gestalten, doch am besten ist es, wenn das andere machen, die man nicht so gut kennt und es die eigenen Freunde nicht noch direkt vor der Nase vorleben.
Es gehört ein bisschen Mut dazu, das schwarze Schaf zu sein. Und an dieser Stelle sei angemerkt, auch schwarze Schafe haben Macken und machen Fehler. Auch ich habe mir viele Fragen gestellt, bevor ich mein Leben von Grund auf verändert habe……..und ich bin mit der Veränderung noch lange nicht fertig. Manches muss sich noch entwickeln, anderes noch etwas hin- und her gerückt werden und einiges möchte ich noch lernen.
Was möchtest Du gern verwirklichen? Was ist Dein Lebenstraum? Welches „Neue“ wartet auf Dich und will gelebt werden?
Was bringst Dein Herz zum Jubeln?
Alles Liebe
Namaste
Dagmar Krishna Shakti




